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| Verbandsgebrauchsprüfung der LG WESTFALEN im VPP e.V. - Angela Steinhauer |
Am 14./15. Oktober 2005 richtete die LG WESTFALEN im VPP e.V. bei Oer-Erkenschwick die alljährliche VGP aus. Nach dem Prüfungsmarathon VJP (33 Hunde) und HZP (24 Hunde) sollte die VGP ganz bewusst einen "kleinen Rahmen" haben. So waren es zwei Pudelpointer-Damen ( Wenke vom Centralhof, geführt von Werner Rohe, und Siska vom Orsoyer Land, vorgestellt von Bernhard Velthaus) und zwei Griffons (Udo Taprogge mit dem Rüden Enrico gen. Eno vom Königsteich und ich selbst mit der Hündin Gila II, gen. Charlotta vom Kempter Wald), die sich der Meisterprüfung stellten. Wenke und Siska standen seit Mitte August im Training und erst ab Anfang September arbeitete ich zusammen mit Werner und Bernhard gemeinsam, Sonntag für Sonntag, die Waldfächer durch. Während sich Wenke und Siska von Mal zu Mal steigerten, sich rasch auf hohem Niveau einpendelten und die geforderten Leistungen zuverlässig, freudig und mit Jagdverstand erbrachten, "kämpfte" ich mit Charlotta noch an der ein oder anderen Stelle. Dem zum Trotz - diese drei Hunde stellte ihre Klasse bereits bei der letzten Übungs-Schweißfährte unter Beweis. diese lag mehr als 23 Stunden und wurde von allen drei, trotz zahlreicher Wildverleitungen - es war wiederholt zu sehen, dass die Sauen ihren Wurf in die Fährte gebohrt hatten - souverän bewältigt. Wenke setzte dem noch eine sichere Verweiserarbeit drauf. |
| Dennoch - die ersten Wochenenden mit VGP-Prüfungen brachten immer weitere "tragische Geschichten" zutage, wie Suchengespanne auf den letzten Metern der Zielgeraden scheiterten. Dazu gesellte sich noch das Wissen, eigentlich viel zu spät in die Prüfungsvorbereitung eingestiegen zu sein. Zum Glück, oder dann endlich, brachen auch unsere beiden Prüfungstage an, die, im Nachhinein betrachtet, viel zu schnell vorüber gingen. "Schmankerl" am Rande für die Statistiker: die Reihenfolge der ausgelosten Schweißfährten entsprach den Programmnummern der Hunde und stellte abschließend auch die Rangfolge dar. Am Freitag, dem ersten Prüfungstag, galt es den Anforderungen der Waldfächer, der Wasserarbeit und verschiedenen Gehorsamsfächern gerecht zu werden. Der zweite Tag war der Feldarbeit vorbehalten. Es wäre der reinste Hochgenuss, die Leistungen der einzelnen Hunde in den jeweiligen Prüfungsfächern darzustellen, jedoch würde es den Rahmen der Berichterstattung sprengen. Deshalb - bedauerlicherweise - nur der ein oder andere Kommentar zum Geschehen. Die erste Schrecksekunde ereilte Hundeführer ereilte Hundeführer und Zuschauer dirket beim Prüfungseinstieg - Fuchs über Graben: Startnummer 1 Wenke vom Centralhof, bis dato die Zuverlässigkeit in Hund am Fuchs, ließ sich erst mit zweimaligem Befehl zum "Apport" bitten. Ebenfalls Siska. Dagegen überraschte Charlotta, die ohne Umschweife den Fuchs nahm und ordnungsgemäß brachte. |

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Weiter ging's mit der Riemenarbeit. Hier brillierte Wenke, die als Totverweiser gemeldet war. Sie zeigte in dem schwierigen Gelände eine blitzsaubere Arbeit und schloss diese mit der beeindruckenden Totverweiserarbeit ab. Siska, die immer Mühe hatte, ihr "Anhängsel" Hundeführer mit über die Schweißfährte zu bekommen, arbeitete die Übernachtfährte ebenfalls zielstrebig und mit großer Sicherheit. Hand auf's Herz - auch ich wäre ohne Charlotta niemals zum Stück gelangt, geschweige denn wieder aus dem unwegsamen Gelände heraus. Udo Taprogge startete mit Eno als Nummer vier. Sei es wegen der bereits vorausgegangenen Warterei oder vielleicht weil es wirklich so lange dauerte - Gabriele Taprogge wurde von großer Unruhe erfaßt und war drauf und dran Eno samt Ehemann Udo nachzusuchen. Einfache Erklärung - die Entfernung zum Wartepunkt war mittlerweile so groß, dass das Totsignal als Zeichen der erfolgreichen Arbeit, für uns Wartende nicht mehr zu hören war. Aber auch dieses Suchengespann kehrte erleichtert und mit einem überdimensional großen Bruch zurück. |
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Am Wasser vollbrachte Siska ihre Großtat - während der Stöberarbeit windete sie zum Uferstreifen, stieg aus und stand wie festgemeißelt vor. Und richtig - ein Fasan ging hoch. Dennoch - Siska ließ sich nciht von der Stelle wegbewegen. Schließlich von Bernhard geschickt, kehrte sie mit einer toten Taube im Fang zurück, um dann ihre sehr gute Stöberarbeit im Wasser zu Ende zu bringen. Riesen-Pech ereilte Udo Taprogge mit seinem Griffon-Rüden Eno. Beim letzten Prüfungsfach des ersten Tages "Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer", patzte Eno und zeigte puren Ungehorsam. Eno nahm den Schwung und die Passion für die Wasserarbeit aus dem Fach "Stöbern" mit, jagte, obwohl zum Suchen geschickt, ein Teichhuhn, interessierte sich ausgiebigst für die Baue der Bisamratten, und ließ in der folge die tote Ente achtlos liegen. Wirklich schade - der Rüde absolvierte bis dato alle Prüfungsfächer mit Bravour und großer Arbeitsfreude. Nach dem ersten Schock und dem verständlichen Wunsch noch am Abend abzureisen, entschieden sich Gabriele und Udo Taprogge zum Bleiben und begleiteten die Mitstreiter am Samstag auch im Feld. Wir hoffen sehr, dass sich Udo im kommenden Jahr aufrafft und die VGP erneut mit Eno angeht - der Rüde ist es wirklich wert! |

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Im Feld zeigte Werner Rohe dann noch mal Nerven, als er nach dem ersten Schuß am eräugten Haarnutzwild noch eine weitere Patrone abfeuerte, statt zu trillern - Wenke war stark versucht nachzuprellen, entschied sich dann aber für "Gehorsam". Mich ereilte "das Schicksal des rasenden Hasen", von dessen Verfolgung sich Charlotta weder durch Pfeifen, Rufen oder wildes Gestikulieren abhalten ließ. "Null-Punkte" für Benehmen vor eräugtem Haarnutzwild. Jetzt galt es beim Benehmen vor Federwild keinen Fehler zu machen. Hier nun gab Charlotta ihr Bestes - felsenfestes Vorstehen, wunderschöne, herzerfreuende, Manieren am Wild beim wiederholten Nachziehen und schließlich Durchstehen beim Schuß. Dem arithmetischen Mittel sei Dank - 2 Punkte für die Schussruhe. Ende gut - alles gut! Seit Samstag, den 15. Oktober 2005, dürfen sich Wenke vom Centralhof (341 Punkte I. Preis), Siska vom Orsoyer Land (327 Punkte I. Preis) und Charlotta/Gila II vom Kempter Wald (308 Punkte I. Preis) VOLLGEBRAUCHSHUNDE nennen. |
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Die beiden PP-Damen Wenke und Siska überzeugten auf der ganzen Linie. Nicht nur, dass beide Hündinnen vom optischen Erscheinungsbild her überaus ansprechend sind - beide Hunde zeichnen sich auds durch ihre stoische Ruhe, die große jagdliche Passion, den unbändigen Leistungswillen und ein schier unerschöpfliches Potential Leistungsvermögen. Bleibt zu hoffen, dass beide Hündinnen diese vorzüglichen Eigenschaften in der Zucht weitergeben. Mit dem Bestehen der VGP fügte Werner Rohe den letzten Baustein zum Gesamtwerk "Pudelpointersieger". Nach dieser gelungen VGP-Vorstellung erlang Wenke wohl den Namenszusatz PPS - Pudelpointersieger Wenke vom Centralhof. Lieber Werner - unser Hochachtung udn Waidmannsheil zu diesem Hund der Extraklasse! |
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| Auch wenn es müßig scheint - unser Dank gilt den Revierinhabern, die das Waldrevier, das Wasser und das Feldrevier zur Verfügung stellten. Nicht zu vergessen, die vielen namenlosen Helfer, am Rande der Prüfung und hinter den Kulissen! Der Prüfungsrahmen - Wildvorkommen und arbeitsmöglichkeiten - war vom feinsten. Die Richtergruppe mit dem Obmann Franz Runte und seinen Mitrichtern Jürgen Wichert und Christian Vedder und dem Richteranwärter Jürgen Trogemann war mit Sachverstand und Engagement bei der Sache. Sie haben fair, objektiv und jagdnah gerichtet. |
Der Prüfungsverlauf war trotz aller Spannung und An-Spannung harmonisch und überaus angenehm. Das Wetter mit strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel präsentierte sich "sonnenbrand-verdächtig" - was natürlich tausen Mal besser als Regen war. Unser persönlicher Dank geht insbesondere an Michaela und Klaus Tölle. Den Beiden verdanken wir unsere Übungs-Schweißfährten, die vielfältigen Möglichkeiten zum Trainieren der Waldfächer, manch' strategisch wichtigen Schluck Kaffee und immer eine warme Mahlzeit nach dem Üben. Von dieser Stelle aus können wir nur DANKE sagen! |
Mit dem gelungenen Verlauf der VGP beendet die LG WESTFALEN im VPP e.V. eine weitere Prüfungssaison, die wieder ganz im Zeichen der jagdlcihen Ausbildung, Prüfung und Führung unserer Jagdgebrauchshunde stand.Wir wünschen allen viel Waidmannsheil, stimmungsvolle Jagdtage und insbesondere den Hundeführern erfolgreiche und unvergeßliche Suchengänge! |
| Name Hund |
Rasse |
ZB-Nr. |
W-datum |
Geschl. |
Bem.: |
Pkt. |
| WENKE vom Centralhof |
PP |
13 449 |
28.03.2002 |
Hd. |
Totverweiser |
341 Pkt. I. Preis |
| SISKA vom Orsoyer Land |
PP |
13 581 |
14.02.2003 |
Hd. |
Riemenarbeit |
327 Pkt. I. Preis |
| GILA II vom Kempter Wald |
GR |
12 950 |
17.03.2001 |
Hd. |
Riemenarbeit |
308 Pkt. I. Preis |
| ENRICO vom Königsteich |
GR |
13 095 |
08.05.2003 |
Rd. |
Riemenarbeit |
n. b. (leider!!!!) |
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